Beruf im Fokus
Mikrosystemtechnik
Berufe in der Mikrosystemtechnik konzentrieren sich auf fachlich ausgerichtete Tätigkeiten in der Entwicklung, Herstellung und Anwendung von mikrosystemtechnischen Produkten und Systemen. Diese hochspezialisierten Berufe umfassen die Arbeit mit mikroelektronischen Bauelementen, Sensoren, Aktuatoren und Mikrocomputer-Systemen, die in verschiedensten Anwendungsgebieten wie der Medizintechnik, der Automobilindustrie oder der Umwelttechnologie zum Einsatz kommen.
Welche Einzelberufe gehören zur Berufsgattung (Auswahl)
- Mikrotechnologe/-technologin (zum BerufeNet der BA)
- Halbleiterfertiger/in
- Facharbeiter/in - Anlagentechnik (Halbleitertechnik)
Welche Ausbildungsberufe gehören zur Berufsgattung
Berufsklassifikationen
- KldB 2010: 26322
- DAZUBI Erhebungsberuf: 26322010
- ISCO-08: 3114
Das wichtigste in Kürze
- Die EU plant mit dem European Chips Act den weltweiten Marktanteil in der Halbleiterproduktion von gegenwärtig 10 Prozent auf 20 Prozent im Jahr 2030 zu erhöhen. Als größtes Wachstumsrisiko wurden Fachkräfteengpässe und fehlende Kompetenzen identifiziert.
- 2020 waren in Deutschland 592.000 Menschen in der Berufsgruppe Elektrotechnik erwerbstätig. Etwa 1.093.000 Millionen Erwerbspersonen besaßen 2020 einen beruflichen Abschluss in der Elektrotechnik.
- Die meisten Erwerbstätigen, welche in dieser Berufsgruppe ausgebildet werden, arbeiten in dieser Berufsgruppe mit einem Anteil von 26 Prozent.
- Zwischen 2008 und 2021 sank die Anzahl an Auszubildenden im Ausbildungsberuf „Mikrotechnologe/-technologin“ von 534 auf 387 Auszubildende. In den letzten drei Jahren lässt sich jedoch mit einer leichten Zunahme an Auszubildenden ein positiver Trend erkennen.
- Die mit Abstand meisten Mikrotechnologen/-technologinnen wurden 2022 in Sachsen ausgebildet.
- Die Löhne für Fachkräfte in der Mikrostystemtechnik sind überdurchschnittlich verglichen mit Löhnen in Berufen auf Fachkräfteniveau.
- Auch das gesellschaftliche Ansehen der Berufsgruppe Elektrotechnik ist deutlich überdurchschnittlich sowohl im Vergleich zu anderen Berufen auf Fachkräfteniveau als auch über alle Berufe hinweg.
- In Bezug auf die Arbeitsbedingungen zeigt sich, dass Berufe der Elektrotechnik wenig unter Zeit- und Mengendruck arbeiten. Es zeigen sich jedoch überdurchschnittliche Belastungswerte für das Arbeiten bei Lärm und Schmutzbelastungen wie Öle und Fette.
Einleitung
Der European Chips Act des Europäischen Rates sieht vor, mit massiven Investitionen den Marktanteil der EU bei Halbleitern von derzeit 10 Prozent auf mindestens 20 Prozent bis 2030 zu verdoppeln ( Bundesregierung 2024). Die Mikrotechnologie in Deutschland wird dadurch eine Zunahme der Fachkräftenachfrage erleben (vgl. Forbes 2024; ZEIT 2024). Mikrotechnologen und verwandte Berufe spielen dabei eine entscheidende Rolle, da sie mit ihrer Expertise in der Entwicklung, Herstellung und Implementierung mikrosystemtechnischer Produkte und Systeme die Weichen für Zukunftstechnologien stellen.
Die folgenden Abschnitte beleuchten verschiedene Aspekte dieser Entwicklung, darunter die Arbeitsnachfrage und das Arbeitsangebot, die Entwicklung der Ausbildungszahlen, sowie berufliche Attraktivitätsdimensionen der Elektro- und Mikrotechnologie. Die folgenden statistischen Einblicke unterstreichen die Chancen, aber auch die Herausforderungen, welche Entscheidungsträgern in Politik, Wirtschaft und Fachöffentlichkeit, aber auch den Erwerbstätigen bevorstehen.
Erwerbstätigkeit und Fachkräfteentwicklung
Anzahl Personen mit ausgeübtem und erlerntem Beruf
Weitere Daten zum Beruf auf QuBe
Im QuBe Datenportal des BIBB finden Sie vertiefende Analysemöglichkeiten für diese Berufsgruppe.
Information zum Datensatz
Der Indikator "Ausgeübter und erlernter Beruf" basiert auf Daten der BIBB-IAB-Qualifikations- und Berufsprojektionen (QuBe). Weiterführende Informationen sowie umfassendere Statistiken finden Sie im QuBe Datenportal .
Zitationshinweis zum Datensatz
Bitte zitieren als "Maier , Tobias, Kalinowski, Michael und Zika, Gerd (2024). Qube Datenportal des Bundesinstituts für Berufsbildung."
Information zum Berufsaggregat
Die Daten liegen auf der Ebene der Berufsgruppen vor (KldB 2010 3-Steller), d. h. für Berufe der Elektrotechnik.
Im Jahr 2020 betrug der Fachkräftebedarf in der Berufsgruppe „Elektrotechnik“ 592.000 Personen. Dieser entspricht der tatsächlichen Nachfrage, d. h. den Erwerbstätigen dieser Berufsgruppe und ist in der Grafik in Blau dargestellt. Das Fachkräfteangebot betrug im Jahr 2020 in der Berufsgruppe „Elektrotechnik“ 608.000 Erwerbspersonen. Dies entspricht den Erwerbspersonen, welche dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stehen und setzt sich aus den Erwerbstätigen sowie Erwerbslosen dieser Berufsgruppe zusammen. Es ist in Grau dargestellt. Zuletzt zeigt die Grafik noch alle Erwerbspersonen mit einem erlernten Beruf aus der Berufsgruppe „Elektrotechnik“ in Grün. Diese Statistik beinhaltet alle Erwerbspersonen mit einer Ausbildung oder Studium in dieser Berufsgruppe. Diese betrug in Deutschland 2020 1.093.000 Millionen Menschen. Die Differenz entsteht, da nicht alle Erwerbstätigen mit einer Qualifikation in der Berufsgruppe Elektrotechnik auch einer Tätigkeit dieser Berufsgruppe nachgehen, sondern in anderen Berufsgruppen tätig sind. Welche das sind, zeigt die folgende Grafik. Die Projektion in der langen Frist zeigt für Deutschland sowohl beim Arbeitskräftebedarf als auch beim Angebot einen Rückgang. Dies hängt vor allem mit demographischen Entwicklungen zusammen. Externe Schocks, wie gegenwärtige Investitionen in diesem Sektor, sind in diesen Basisprojektionen nicht berücksichtigt.
Übergang erlernter Beruf in Erwerbstätigkeit
Weitere Daten zum Beruf auf QuBe
Im QuBe Datenportal des BIBB finden Sie vertiefende Analysemöglichkeiten für diesen Beruf.
Information zum Datensatz
Der Indikator "Übergang erlernter Beruf in Erwerbstätigkeit" basiert auf Daten der BIBB-IAB-Qualifikations- und Berufsprojektionen (QuBe). Weiterführende Informationen sowie umfassendere Statistiken finden Sie im QuBe Datenportal .
Zitationshinweis zum Datensatz
Bitte zitieren als "Maier , Tobias, Kalinowski, Michael und Zika, Gerd (2024). Qube Datenportal des Bundesinstituts für Berufsbildung."
Information zum Berufsaggregat
Die Daten liegen auf der Ebene der Berufshauptgruppen vor (KldB 2010 2-Steller), d. h. für Mechatronik, Energie- und Elektroberufe.
Welche Berufe üben Erwerbstätige mit einem erlernten Beruf der Berufshauptgruppe „Mechatronik, Energie- und Elektroberufe“ aus? Die meisten Erwerbstätigen, welche in dieser Berufshauptgruppe ausgebildet wurden, arbeiten auch in der gleichen Berufshauptgruppe mit einem Anteil von 32 Prozent. Es folgen die Berufshauptgruppen Maschinen- und Fahrzeugtechnikberufe (8 Prozent) und Berufe in der Unternehmensführung (8 Prozent). Anhand der Ähnlichkeit der Tätigkeiten sind viele Berufe im produktions- und fertigungstechnischen Bereich angesiedelt.
Entwicklung der Ausbildungszahlen
Die Berufsgattung „Mikrosystemtechnik“ beinhaltet einen Ausbildungsberuf, den Mikrotechnologen/-technologin.
Weitere Daten zum Ausbildungsberuf auf DAZUBI
Im DAZUBI Datenportal des BIBB finden Sie vertiefende Analysemöglichkeiten für diesen Ausbildungsberuf.
Information zum Datensatz
Der Indikator Auszubildende basiert auf einer Vollerhebung der bestehenden Ausbildungsverträge gemeldet an die stat. Landesämter. Weiterführende Informationen sowie umfassendere Statistiken finden Sie unter DAZUBI Datenportal .
Zitationshinweis zum Datensatz
Bitte zitieren als "Datenbank Auszubildende" des Bundesinstituts für Berufsbildung auf Basis der Daten der Berufsbildungsstatistik der statistischen Ämter des Bundes und der Länder (Erhebung zum 31.12.). Absolutwerte aus Datenschutzgründen jeweils auf ein Vielfaches von 3 gerundet; der Insgesamtwert kann deshalb von der Summe der Einzelwerte abweichen."
Information zum Berufsaggregat
Die Daten liegen auf Ausbildungsberuf-Ebene vor. Diese werden aus den Erhebungsberuf-Statistiken (DKZ, 8-Steller) von DAZUBI gebildet.
Wie im Durchschnitt über alle Ausbildungsberufe hinweg, ist der Anteil der Auszubildenden zurückgegangen. Zwischen 2006 und 2021 sank die Anzahl an Auszubildenden von 534 auf 387 Auszubildende. Das entspricht einem Rückgang von 28 Prozent. In den letzten drei Jahren lässt sich jedoch mit einer leichten Zunahme an Auszubildenden ein positiver Trend erkennen.
Regionale Verteilung Ausbildungszahlen
Darstellung:
Weitere Daten zum Ausbildungsberuf auf DAZUBI
Im DAZUBI Datenportal des BIBB finden Sie vertiefende Analysemöglichkeiten für diesen Ausbildungsberuf.
Information zum Datensatz
Der Indikator Auszubildende basiert auf einer Vollerhebung der bestehenden Ausbildungsverträge gemeldet an die stat. Landesämter. Weiterführende Informationen sowie umfassendere Statistiken finden Sie unter DAZUBI Datenportal .
Zitationshinweis zum Datensatz
Bitte zitieren als "Datenbank Auszubildende" des Bundesinstituts für Berufsbildung auf Basis der Daten der Berufsbildungsstatistik der statistischen Ämter des Bundes und der Länder (Erhebung zum 31.12.). Absolutwerte aus Datenschutzgründen jeweils auf ein Vielfaches von 3 gerundet; der Insgesamtwert kann deshalb von der Summe der Einzelwerte abweichen."
Information zum Berufsaggregat
Die Daten liegen auf Ausbildungsberuf-Ebene vor. Diese werden aus den Erhebungsberuf-Statistiken (DKZ, 8-Steller) von DAZUBI gebildet.
Die meisten Mikrotechnologen/-technologinnen wurden 2022 in Sachsen ausgebildet mit 120 Auszubildenden. Dies entspricht auch der Region, mit den höchsten Erwerbstätigen in dieser Berufsgattung (vgl. Forbes 2024). Es folgen Baden-Württemberg mit 60 Auszubildenden, Brandenburg mit 57 Auszubildenden und Bayern mit ebenfalls 57 Auszubildenden.
Unbesetzte Ausbildungsstellen und unvermittelte Bewerber
Weitere Daten zur Berufsgruppe im Datenportal 30.09.
Im Datenportal 30.09. des BIBB finden Sie vertiefende Analysemöglichkeiten für dieser Berufsgruppe.
Information zum Datensatz
Der Indikator "Unbesetzte Ausbildungsstellen und unvermittelte Bewerber" basiert auf der Ausbildungsmarktstatistik der BA im Rahmen der Erhebung "30.09". Als Datenquelle dienen BA-eigene Fachverfahren in Bezug auf die Vermittlungsdienste. Diese sind "für Betriebe und Jugendliche freiwillig; es bleiben in den Darstellungen also jene Jugendlichen und Ausbildungsplatzanbieter unberücksichtigt, welche die Beratungs- und Vermittlungsdienste der BA nicht in Anspruch nehmen" (vgl. Flemming & Granath 2016: 17f). Weiterführende Informationen und umfassendere Statistiken finden Sie unter Erhebung zum 30.09.
Zitationshinweis zum Datensatz
Bitte zitieren als "BIBB-Erhebung über neu abgeschlossene Ausbildungsverträge zum 30. September; Bundesagentur für Arbeit, Ausbildungsmarktstatistik zum 30. September."
Information zum Berufsaggregat
Die Daten liegen auf Berufsgruppen-Ebene vor. D. h. für die Berufsgruppe Elektrotechnik.
Die Grafik zeigt das Verhältnis zwischen unbesetzten Ausbildungsstellen und unvermittelten Bewerbern in der Berufsgruppe Elektrotechnik (Grün) sowie über alle dualen Berufsausbildungen hinweg (Blau). Der Anteil der gemeldeten unbesetzten Stellen betrug 2023 11.8 Prozent in der Berufsgruppe Elektrotechnik. Damit ist ihr Anteil leicht unterdurchschnittlich im Vergleich zu allen dualen Ausbildungsberufen mit 13.1 Prozent. Jedoch lag der Anteil der unvermittelten Bewerber, d. h. der gemeldeten Ausbildungsinteressierten, leicht über dem Durchschnitt mit 12.0 Prozent zu 11.5 Prozent. Vertiefende Statistiken aus der Erhebung zum 30.09. (siehe „Information zum Datensatz“) zeigen, dass im Bundesland mit dem höchsten Ausbildungsgeschehen, Sachsen, der Anteil der unvermittelten Bewerber in Elektrotechnik leicht unter dem Bundesdurchschnitt bei 9.8 Prozent lag.
Kompetenzen
Alternativberufe
Zitationshinweis zum Datensatz
Bitte zitieren als "BIBB Qualifikationsentwicklungsforschung 2024."
Information zum Datensatz
Der Indikator "Alternativberufe" basiert auf Stellenanzeigen Daten der Bundesagentur für Arbeit der Jahre 2018 bis 2022. Ausgewertet wurden die Nennungen der Alternativberufe in allen BA Stellenanzeigen für die entsprechende Berufsgattung.
Information zum Berufsaggregat
Die Daten liegen auf der Ebene der Berufsgattung vor (KldB 2010 5-Steller), d. h. für Mikrosystemtechnik - Fachkraft.
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Attraktivität des Berufs
Einkommen Erwerbstätigkeit
Information zum Datensatz
Der Indikator Einkommen Erwerbstätigkeit basiert auf der Entgeltstatistik der Beschäftigungsstatistik der Bundesagentur für Arbeit. Er zeigt die Median Bruttolöhne aller in Vollzeit sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in Deutschland. Weitere Informationen finden Sie hier.
Information zum Berufsaggregat
Die Daten liegen auf Berufsgattung-Ebene vor. D. h. für die Berufsgattung Mikrosystemtechnik -Fachkraft.
Das Einkommen für die Berufsgattung der Mikrosystemtechnik ist überdurchschnittlich im Verhältnis zu allen Berufen auf Fachkräfteniveau. Mikrosystemtechnik Fachkräfte in Vollzeit verdienen im Schnitt brutto monatlich 3262 €. Damit liegt das Einkommen über dem Medianlohn aller Berufe auf Fachkräfteniveau, d. h. für Berufe, wo generell eine Berufsausbildung erforderlich ist. Dieser Median liegt bei 3223 € brutto im Monat.
Arbeitsbedingungen
Information zum Datensatz
Weitere Informationen zur BIBB/BAuA Erwerbstätigenbefragung 2018 erhalten Sie unter BIBB FDZ sowie auf der Projektwebseite.
Der Indikator Arbeistbedingungen zeigt die Medianwerte für sechs Merkmale beruflicher Belastungsfaktoren. Der Indikator basiert auf der "Job Exposure Matrix" und liegt auf beruflichen Ebene der Berufsuntergruppen (4-Steller) vor. Weitere Informationen zum Indikator finden Sie unter JEM Projekt.
Zitationshinweis zum Datensatz
Bitte zitieren als "Hall, Anja; Hünefeld, Lena; Rohrbach-Schmidt, Daniela (2020): BIBB/BAuA-Erwerbstätigen-befragung 2018 – Arbeit und Beruf im Wandel. Erwerb und Verwertung beruflicher Qualifikationen. SUF_1.0; Forschungsdatenzentrum im BIBB (Hrsg.); GESIS Köln (Datenzugang); Bonn: Bundesinstitut für Berufsbildung. doi:10.7803/501.18.1.1.10."
Information zum Berufsaggregat
Die Daten liegen auf Berufsgruppen-Ebene vor. D. h. für die Berufsgruppe Elektrotechnik.
Für die Berufsgruppe Elektrotechnik zeigen sich folgende Arbeitsbedingungen.
Arbeitsintensität
Hierzu gehören Arbeitsbedingungen wie hoher Termin-/und Leistungsdruck oder Arbeiten an der Grenze der Belastungsfähigkeit (vgl. Information zum Datensatz). Der errechnete Indexwert beträgt 1 (von 1 bis 10) und ist damit als sehr gering einzustufen. Die Berufsgattung Elektroberufe weist eine sehr geringe Belastung durch die Arbeitsmenge auf.
Umgebungsbelastung
Hierzu gehören Arbeitsbedingungen wie Arbeiten bei Lärm, Hitze oder Rauch sowie der Ausgesetztheit von Ölen, Fetten und Schmutz. Der Indexwert von 7 (von 1 bis 10) weist auf eine relativ hohe Belastung durch solche Faktoren auf.
Physische Belastung
Hierzu gehören Arbeitsbedingungen wie Arbeiten im Stehen und unter Zwangshaltung sowie schweres Heben und Tragen. Mit einem Indexwert von 5 (von 1 bis 10) ist als durchschnittlich einzustufen. Körperliche Belastungsfähigkeit ist somit Teil dieser Berufsgruppe.
Arbeitszeitlage
Hierzu gehören Arbeitsbedingungen wie Arbeiten am Wochenende oder Arbeiten außerhalb von 7-19 Uhr. Mit einem Indexwert von 4 (von 1 bis 10) weist die Berufsgruppe Elektrotechnik eher geringe Werte in diesem Aspekt auf. Arbeit findet somit überwiegend unter der Woche tagsüber statt.
Soziale Unterstützung
Hierzu gehören Arbeitsbedingungen wie das Erleben eines Gemeinschaftsgefühls, Unterstützung durch Kollegen und Kolleginnen sowie des direkten Vorgesetzten. Der Indexwert von 3 (von 1 bis 10) kann als eher gering betrachtet werden. Das bedeutet, dass Erwerbstätige eher geringe soziale Unterstützung in dieser Berufsgruppe wahrnehmen.
Handlungsspielraum
Hierzu gehören Arbeitsbedingungen wie die Möglichkeit, Arbeit und Pausen selbst planen und einteilen zu können sowie Einfluss auf die Arbeitsmenge zu besitzen. Mit einem Indexwert von 5 (von 1 bis 10) weist diese Berufsgruppe durchschnittlichen Handlungsspielraum auf.
Berufliches Ansehen
Information zum Datensatz
Der Indikator Berufliches Ansehen basiert auf der "Berufe in Deutschland" Erhebung. Sie ist repräsentativ für die Wohnbevölkerung Deutschlands.
Weitere Informationen zum Indikator finden Sie unter BIBB FDZ.
Weitere Literatur zum Indikator finden Sie unter dieser Veröffentlichung.
Weitere Informationen zum Datensatz finden Sie unter BIBB FDZ.
Zitationshinweis zum Datensatz
Bitte zitieren als
"Ebner, Christian, Rohrbach-Schmidt, Daniela (2022): Berufliche Ansehensskala (BAS) für die Berufsgruppenebene (3-Steller) der Klassifikation der Berufe 2010 (BAS-3). PUF_1.0; Forschungsdatenzentrum im BIBB (Hrsg.; Datenzugang); Bonn: Bundesinstitut für Berufsbildung. doi:10.7803/581.18.1.0.10"
beziehungsweise
"Ebner, Christian, Rohrbach-Schmidt, Daniela (2022): Berufliche Ansehensskala (BAS) für die Berufshauptgruppenebene (2-Steller) kombiniert mit der 5. Stelle der Klassifikation der Berufe 2010 (BAS-2|5). PUF_1.0; Forschungsdatenzentrum im BIBB (Hrsg.; Datenzugang); Bonn: Bundesinstitut für Berufsbildung. doi:10.7803/582.18.1.0.10"
Information zum Berufsaggregat
Die Daten liegen auf Berufsgruppen-Ebene vor. D. h. für die Berufsgruppe Elektrotechnik.
Das berufliche Ansehen in der Berufsgruppe Elektrotechnik liegt mit einem Wert von 6,98 über dem Durchschnitt für alle Berufe auf Fachkräfteniveau (5.53) als auch über dem Durchschnitt aller befragten Berufe insgesamt (5.75, nicht abgebildet). Das bedeutet das Ansehen von Elektroberufen wird von der Bevölkerung als überdurchschnittlich hoch wahrgenommen.
Zusammenfassung
In den kommenden Jahren ist mit einer zunehmenden Fachkräftenachfrage im Bereich der Mikrosystemtechnik zu rechnen. Bereits heute wird die Mehrheit der Mikrotechnologen in Regionen ausgebildet, welche auch in Zukunft eine hohe Nachfrage nach qualifizierten Fachkräften haben wird. Jedoch sind die absoluten Zahlen der Auszubildenden noch ausbaufähig. Die berufliche Passung zwischen Ausbildungsinteressierten und Ausbildungsbetrieben ist als durchschnittlich für duale Ausbildungen zu bezeichnen. Auch hier böte sich ungeschöpftes Fachkräftepotential. Aus Sicht der Erwerbstätigen sind Berufe in der Elektrotechnik und Berufe der Mikrosystemtechnik im Besonderen als attraktiv zu bewerten. Sie bieten überdurchschnittliche Löhne im Vergleich zu anderen Fachkräfteberufen und weisen ein deutlich höheres gesellschaftliches Ansehen auf als andere Berufe. Diese beiden Dimensionen sind für die Berufswahl entscheidende Faktoren. In Bezug auf die Arbeitsbedingungen weisen Berufe der Elektrotechnik ebenfalls kompetitive Werte auf. Schichtarbeit gehört eher weniger zum Berufsbild und das Arbeiten unter hohem Leistungs- und Zeitdruck wird von den Befragten nicht berichtet. Elektroberufe weisen erhöhte Werte in Bezug auf umgebungsbezogene Belastungen auf (Lärm und/oder Schmutz). Ausbaufähig lässt sich die Dimension der sozialen Unterstützung beschreiben. Befragte aus Elektrotechnikberufen berichten selten über die Unterstützung von Kollegen, Kolleginnen und dem direkten Vorgesetzten. Ob dies damit zusammenhängt, dass diese Berufe überwiegend alleine verrichtet werden, oder es mit der Betriebskultur zusammenhängt, lässt sich anhand der Statistiken nicht sagen.